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Begriffe

© BC GmbH Forschung, Wiesbaden, 2015

Hier werden einige zentrale Begriffe in Ihrer Bedeutung beschrieben, wie sie im Rahmen des Projektes verstanden werden:

  • CPS – Cyber-Physical-System
  • Digitale Transformation/4.0-Prozesse
  • Prävention

 

CPS – Cyber-Physical-System

System, das reale (physische) Objekte und Prozesse verknüpft mit informationsverarbeitenden (virtuellen) Objekten und Prozessen über offene, teilweise globale und jederzeit miteinander verbundene Informationsnetze.

Anmerkung: Optional nutzt ein CPS lokal oder entfernt verfügbare Dienste, verfügt über Mensch-Maschine-Schnittstellen und bietet die Möglichkeit zur dynamischen Anpassung des Systems zur Laufzeit.

Quelle: Glossar Industrie 4.0 des Fachausschusses VDI/VDE-GMA 7.21 „Industrie 4.0“

Bei diesen so evolutionär entstehenden Cyber-Physical-Systems (CPS) werden Objekte bis hin zu Alltagsgegenständen durch Programmierbarkeit, Speichervermögen, Sensoren und Kommunikationsfähigkeiten „intelligent“. Sie können dadurch direkt oder über das Internet durch sogenannte Machine-to-Machine (M2M) -Kommunikation eigenständig Informationen austauschen, Aktionen auslösen und sich wechselseitig steuern.

Quelle: Kagermann, H.; Wahlster, W.; Helbig, J. (Hrsg.) (2012): Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0, Berlin, S. 9

Teil dieser Prozesse sind sowohl Menschen als auch soziale Prozesse. CPS kann Arbeitsprozesse im Voraus strukturieren und in Echtzeit automatisiert umsetzen. CPS kann personenbezogene Daten sammeln.

 

Digitale Transformation/4.0-Prozesse

Wirtschaft 4.0/Industrie 4.0/ Arbeit 4.0/ Mittelstand 4.0/ Prävention 4.0, …

Die digitale Transformation/4.0-Prozesse basieren vorwiegend auf CPS. Ihre technologischen Grundlagen sind im Wesentlichen:

  • Elektronik ermöglicht immer schnellere, günstigere, kleinere und energiesparendere Bausteine zum Betreiben von Kommunikation und Software,
  • Mikrosystemtechnik ermöglicht immer kleinere, günstigere und leistungsfähigere Sensoren und Aktoren,
  • Kommunikationstechnologie ermöglicht die immer günstigere, schnellere, weltweite, ortsunabhängige Verknüpfung von Prozessen und Datenbeständen (Raum-zeitlich entgrenzt),
  • Auto-ID mittels Bar-, Data-Matrix-Code oder Radio Frequency-Identification (RFID) ermöglicht die eindeutige Identifizierung einfachster Objekte und deren Verknüpfung mit der virtuellen Welt,
  • Mensch-Maschine-Schnittstellen ermöglichen die intuitive Bedienung komplexer Systeme und die Interaktion mit ihnen auch ohne spezielle Ausbildung

Quelle: Kagermann, H.; Wahlster, W.; Helbig, J. (Hrsg.) (2012): Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0, Berlin, S. 18

  • Steuerung über intelligente Software (Algorithmen, auch semantische Technologien) die eigenständig Bedeutungen (Semantik/Ontologie) erkennt und verarbeitet.

Quelle Wahlster, W.: Semantische Technologien als Wegbereiter für das Internet der Dinge, in mag_i - Das Innovationsmagazin von CeBIT und Euroforum, Januar 2015, S.15

Ein Kennzeichen von CPS ist es, dass die Prozesse in Echtzeit gestaltet werden.

 

Prävention

Kurzdefinition:
Unter Prävention verstehen wir alle vorausschauenden und vorbeugenden Entscheidungen, die dazu beitragen Prozesse, Umgebungen und Dinge produktiv, nachhaltig, sicher und gesund gestalten.

Umfassende Definition:
Prävention ist der Anteil von Entscheidungen, mit denen Menschen und/oder soziale Systeme (wie Gruppen, Organisationen, Institutionen) in der digitalen Transformation die Arbeit und Arbeitsbedingungen (Personen, soziale Systeme*, Finanzmittel, Arbeitsmittel/-stoffe, Arbeitsumgebung, Mensch-Maschine-Interaktion) sowie Produkte und Dienstleistungen (Wertschöpfungsprozess) vorausschauend (prospektiv) und  vorbeugend (konzeptionell, planend) produktiv, nachhaltig, sicher und gesund gestalten sowie kontinuierlich präventiv verbessern.
*dazu gehören im Betrieb auch Strategie/Sinn, Kommunikation, Organisation, Kultur

Dieses Verständnis von Prävention bezieht die unterschiedliche Bedeutung des Begriffs in unterschiedlichen Handlungsfeldern mit ein:

Verbundprojektpartner
Umsetzungspartner
Umsetzungspartner: Verbände/Institutionen
  • AGV Banken – Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes e. V.
  • BDA – Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
  • IG Metall - Heidelberg
  • METALL NRW Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e. V.
  • Offensive Gutes Bauen (nationale Initiative)
  • Offensive Mittelstand (nationale Initiative)
  • Südwestmetall – Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V.
  • ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – Bund
  • Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)
  • Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
Umsetzungspartner: Betriebe
  • Bad & Heizung concept AG, Leipzig
  • Camerin – Systemzentrale, Stadtallendorf
  • Corporate Media GbR, Baden-Baden
  • Dr. Hahn GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
  • Franz Lorenz GmbH, Trebur
  • GIRA – Giersiepen GmbH & Co. KG, Radevormwald
  • GQA Gesellschaft für Qualität im Arbeitsschutz mbH
  • IB Claudia Verhoeks, Bottrop
  • Koch Sanitätshaus GmbH, Berlin
  • medialogik GmbH, Karlsruhe
  • NEPTUN – Arbeitsschutz, Ingenieur GmbH
  • Otto Eberle GmbH & Co KG, Landau
  • Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG, Köln
  • PFW Aerospace GmbH, Speyer
  • SW media GmbH
  • UID – User Interface Design GmbH
  • Wilkinson Sword GmbH, Solingen
Offensive Mittelstand

In enger Kooperation mit der Fachgruppe Mittelstand 4.0